DAS MÄRCHEN VON DER ADHS-FRAU

Vor sog. Experten für ADHS kann man nur warnen. Was wir hier kürzlich über Alexandra Philipsen geschrieben haben, lässt sich auch bei Astrid Neuy-Lobkowicz wiederholen. Als Fachärztin für ADHS hat sie so viele Patienten, dass man ihr online-Anmeldeformular nur jeden 15. eines Monats für eineinhalb Stunden öffnen kann.

In der kostenlosen dm-Werbezeitung Alverde verkündet sie im Oktoberheft 2024 z.B., dass ADHS vererbt sei, was die Zwillingsforschung bewiesen habe. Dabei weiß man längst, dass die Ergebnisse der Zwillingsforschung dies keineswegs beweisen, denn sie können ebenso gut durch psychosoziale Erfahrungen erklärt geben, abgesehen davon, dass man noch gar keine ADHS-spezifische Genetik gefunden hat.

Dann wird unverdrossen die alte Dopamin-Mär wiederholt, der zufolge es einen erblich bedingten zu schnellen Dopaminabbau im Gehirn gebe. Wo wurde dies jemals wissenschaftlich unwidersprochen belegt?

Anschließend werden Genderklischees über Frauen mit ADHS verbreitet, die, falls sie überhaupt stimmen, in ihrer Spezifität für ADHS nirgends belegt sind. Und abschließend wird auch noch betont, dass Neuy-Lobkowicz Vorstandsmitglied im ADHS-Deutschland e.V. ist.


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Autor: adhskritik

Hans-Reinhard Schmidt, Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Gutachter, Buchautor, Supervisor, Dozent.