„ADHS-Medikamente verringern Suchterkrankungen“, „ADHS und Sucht treten gemeinsam auf“, „ADHS erhöht das Suchtrisiko“, so oder ähnlich verbreiten es seit Jahren das Ärzteblatt und viele anderen Medien. Was ist davon zu halten?
Um die Antwort gleich zu verraten: Diese Behauptungen sind durch die Bank viel zu simpel und deshalb wissenschaftlich falsch. „Sucht“ ist ein komplexes Phänomen, sowohl ätiologisch als auch psychosozial und kulturell. Und „ADHS“ als eigene medizinische Krankheit gibt es gar nicht, dafür gibt es weder Biomarker noch spezifische Symptome.
Dass ADHS und Sucht gemeinsam auftreten sollen, ist das klassische ADHS-Epiphänomen: Sucht macht einfach dieselben Symptome wie die angebliche Krankheit ADHS. Es handelt sich also nur um Sucht, nicht auch um ADHS.
Dass ADHS das Suchtrisiko erhöhen soll, setzt eine nicht belegte Kausalität voraus, als ob eine angeborene ADHS eine Sucht auslöse. Das ist nirgends belegt.
Dass ADHS-Medikamente wie das verrufene Ritalin ein Suchtrisiko verringern können, ist zwar belegt, aber kein Beleg für die Diagnose ADHS, denn sie wirken auch bei Menschen ohne ADHS. Ritalin ist eine als Medizin legalisierte Droge. Seine Alternativen können selber methylphenidat-süchtig machen. ADHS-Symptome können auch durch Alkohol oder Nikotin gemildert werden. Vielerlei andere Drogen oder Medikamente können Konzentrationsprobleme und Unruhe verringern. Mit ADHS hat das aber nichts zu tun. Es gäbe gar keine Drogen, wenn die Menschen nicht schon immer nach Hilfsmitteln gesucht hätten, sich psychisch den Alltag zu erleichtern.
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